SATTELKAMMER BERN

SCIENCE TALK
FILMBEITRÄGE AUS DER MEDIENANTHROPOLOGIE

25.10 
19 - 22 H

Nathalie Neeser „Three tenths of a second“

Was, wenn Zweifel des eigenen Körpers zum täglichen Begleiter werden? Wenn andere Körper als wertvoller wahrgenommen werden, als der eigene? Wenn der eigene Körper plötzlich weiblich wird? Die Kurzgeschichte einer jungen Frau, die im Kontext des Leistungssports erfährt, dass es zwei verschiedene Arten von Körpern gibt: den nützlichen und den eigenen - und es schafft, diese Vorstellungen zu hinterfragen und den eigenen Körper trotz allem lieben lernt.

Pascal Kohler - „Not just sad“

Wenn Gedanken abreissen und man sich in der Einsamkeit verliert. Wenn das Alltägliche nicht mehr bewältigt werden kann. Wenn der Ekel vor dem Selbst unerträglich wird und der Überlebensinstinkt schwindet. In diesem Film erzählt Pascal Kohler wie es für ihn ist, an klinischen Depressionen zu leiden. Er erzählt von den Ansätzen die ihm geholfen haben und wie andere diese bewerten.

 

 

 

DISPLAY: SIMPLON
JOSEF LORETAN

26.10
19-22 H

 

„Ein Motiv bewegt sich: Das Panorama des Simplongebietes aus einem Stich des 19. Jahrhunderts transformiert Josef Loretan in eine klingende plastische Form, eine Glocke, die nun selbst in Bewegung gerät und durch das Gebiet, dessen Form sie bildete, wandert. Vom Zweidimensionalen des Stiches über die dreidimensionale Ausformung wandert das Motiv als Performance durch die Landschaft und wird schliesslich filmisch in Bild und Ton festgehalten.

Loretan untersucht damit nicht nur die verschiedenen Medien, vielmehr kann er sie assoziativ mit der Geschichte des Simplongebietes und dessen Bedeutung als Handels- und Verkehrsweg aufladen. Selten wird auf derart spielerische und trotzdem tiefgründige Art und Weise künstlerisch mit unterschiedlichen Medien gearbeitet, so dass diese in einem dichten Netz verbunden werden. Daneben versteht es Loretan die Bedeutung eines Berggebiets auf der Achse zwischen Süd und Nord als Naturgebiet wie auch als geschichtsträchtiger Ort ins Bewusstsein zu rücken.“

Essayfilm:
Kuration und Moderation: Konrad Gruber
Idee und Regie: Josef Loretan
Kamera und Schnitt: Jean-Luc Bodmer
Kommentar: Dominik Imhof, Kunsthistoriker und Vermittler, Zentrum Paul Klee, Be

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